Blickbewegung im Projekt InREAKT

Freitag 12. September 2014

Wie lässt sich das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste im ÖPNV erhöhen? Dies ist eine der zentralen Fragen im Projekt InREAKT. Erkenntnisse in diesem Forschungsbereich wurden bisher überwiegend durch Befragungsdaten gewonnen. Wir sind jedoch nicht besonders gut darin, immer genau zu benennen, was Ursache für unsere Emotionen und Bewertungen ist. Geäußert werden kann nur, was uns explizit zugänglich ist.

Als neuer methodischer Ansatz wird im Projekt InREAKT mit einer mobilen Blickbewegungsbrille gearbeitet. Die Brille ermöglicht eine weitgehend uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und erlaubt somit Daten in realistischen Umgebungen zu erfassen. Dies ermöglicht uns einen genaueren Einblick darin zu erhalten, welche Bereiche der Umgebung länger angeschaut werden und somit mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auf diese Weise lassen sich auch teilweise unbewusste Aspekte der Wahrnehmung visualisieren und auswerten. Ziel ist es, Wirkmechanismen zur Entstehung von Unsicherheit in Zukunft noch besser zu verstehen.